Steirer enthüllt Marketing Desaster um Samsungs Active Watch 2

samsung active watch 2

Dem „pfundigen Nordtiroler“ Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer, seit vielen Jahren auf steirischen Pfaden bewandert, gelang jetzt die Enthüllung eines nicht unerheblichen Marketing Desasters bei A1 und Samsung. Alles begann mit einer harmlos wirkenden Facebook Werbung von A1 im Juni. Jetzt müssen sowohl Samsung als auch A1 massiv zurückrudern.

Wie praktisch, wenn man mit seiner Uhr ganz einfach den Blutdruck messen, oder ein simples EKG erstellen kann. Beides habe die Samsung Active Watch 2 zumindest Hardware seitig mit an Bord. Wie so oft, hakt es an der erforderlichen Software, um auch sämtliche Funktionen eines solchen Wegbegleiters sinnhaft nutzen zu können. Viele kennen dieses Problem aus IPhone Zeiten, als Apple sein IPhone mit NFC bestückte, und Nutzer damit praktisch nichts anfangen konnten.

Samsung und A1 warben bislang auf ihren Webseiten und in Online Inseraten mit bahnbrechenden Funktionen der Active Watch 2. Nicht nur das, praktisch jeder Online Händler berief in der Produktbeschreibung zur Active Watch 2 auf die Möglichkeit man könne mit der Smartwatch auch den Blutdruck messen.

Tatsächlich fehlt dem kleinen Wegbegleiter am Handgelenk ausgerechnet diese Funktion, denn die dafür notwendige App und das erforderliche Firmware Update rollt Samsung in Europa und respektive auch in Österreich nach wie vor nicht aus.

Zumindest habe Samsung jetzt begonnen die Funktionen Blutdruckmessung und EKG in den USA freizugeben. In einigen europäischen Ländern wolle Samsung im 1. Quartal 2021 mit dem Ausrollen der erforderlichen Software beginnen.

Für Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer in klarer Verstoß gegen geltendes Recht, denn selbst wenn nur Verkäufer der Uhr diese Funktion anpreisen, sie aber mangels Software nicht nutzbar ist, kann der Käufer auf Schadensersatz klagen. Samsung und A1 dürften angesichts der eindeutigen Rechtslage nun die Notbremse gezogen haben. Nachdem das bekannte investigative XlargE Magazin über den Enthüllungs-Knüller berichtete, zogen sowohl Samsung als auch A1 Angaben über eine Messbarkeit des Blutdrucks aus ihrer Bewerbung der Active Watch 2 binnen Stunden zurück.

Bis Redaktionsschluss konnte die Pressestelle von A1 keine plausible Erklärung für das Vorgehen gegenüber dem Steirerblatt abgeben. Eine Service Mitarbeiterin erklärte auf Anfrage man sei nur „Vermittler“ und habe keinen Einfluss auf die Apps von Samsung.

Samsung wiederum bot im Fall eines Betroffenen die Rücknahme der Smartwatch an, wollte aber über den zu leistenden Kostenersatz im Vorfeld keine Angaben machen, und habe man – so der Samsung Kundenservice – keinen Einfluss auf vertragliche Beziehungen zwischen dem betroffenen Kunden und A1. Der Betroffene erwarb die Smartwatch mit integrierter eSIM mit einem 24 Monate gebundenen Vertrag.

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