Steiermark von Pfusch und Schwarzarbeit unterwandert


Die Fälle von Pfusch und Schwarzarbeit steigen trotz unzähliger Maßnahmen gerade in der Steiermark rapide an. Offizielle Zahlen über Pfusch und Schwarzarbeit werden kaum geführt. Die Dunkelziffer aber dürfte enorm sein. Viele verdienen trotz Mindestpension mit verschiedenen Dienstbarkeiten ein nicht unwesentliches Zubrot. Selbst für Waldarbeiten werben Grundbesitzer nicht selten Pensionisten an, die jedenfalls über keinen Gewerbeschein verfügen.

Ein dem Steirerblatt bekannter Fall wirft zumindest Fragen auf. Für Waldarbeiten entlang eines Bachverlaufs habe man seitens der Realgemeinschaft auf einen pensionierten Tischler zurückgegriffen und die Beauftragung von Professionisten unterlassen. Kein Einzelfall, wie mehrere belegte Fälle unterstreichen.

Ein Insider spricht von rund 12.000 Euro, die man gut und gerne an der Steuer vorbei transferiert. Die Pfuscher besitzen naturgemäß keinen Gewerbeschein und leisten keine Abgaben. Schwarzarbeiter, die auf den diversen Baustellen im Land zum Einsatz kommen, werden von der Finanzpolizei praktisch nicht kontrolliert.

„Das ist ein Sumpf der trocken gelegt werden muss“, sagt ein Insider gegenüber Steierblatt, der anonym bleiben will. Gerade für Renovierungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen in Privathaushalte greifen Betroffene gerne auf benachbarte Pfuscher zurück, die kostengünstig aus unterschiedlichen Handwerksberufen kommen.

Vereinzelt dreist betreiben Pfuscher sogar eine eigene Werkstätte, wie der Fall eines pensionierten Tischlers aus der Obersteiermark zeigt. Vor aller Augen praktiziert der notorische Steuerflüchtling sogar an Sonn- und Feiertag, und begutachtet gut und gerne zukünftige Aufträge in nachbarschaftlichen Anwesen.

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