Staatsanwalt steckt 24 Staatsverweigerer in U-Haft

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Nun ist es amtlich – 24 von bislang 27 Festgenommenen wurden nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft Graz in U-Haft überstellt. Rund ein Dutzend der dem Staatenbund Österreich angehörenden Anführer erhoben Beschwerde. Mit selbst kreierten Autokennzeichen und einem Welt-Reisepass versprach man Hilfesuchenden gegen Bares vollmundig den Ausstieg aus der „Firma Österreich“. Jetzt ist Schluss mit Lustig. Seit Montag sitzt auch die Redelsführerin Monika Unger nun endgültig in U-Haft.

Den harten Boden der Realität erreicht haben dürften nun jene Anführer aus allen neun Bundesländern, die sich „StaatspräsidentIn“ nennen. Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz bezeichnet den überwiegenden Teil der Festgenommenen als wenig kooperativ. Insgesamt 3 der ursprünglich 27 Inhaftierten habe man bislang enthaftet, wie es aus der Staatsanwaltschaft Graz in einem Resümee am Montag heißt.

Nun werde man die noch in den Bundesländern inhaftierten „Präsidenten“ und ihre engen Mitläufer in den nächsten Tagen nach Graz überstellen. Jedenfalls schwer wiegen die Vorwürfe der Strafverfolgungsbehörden, die unter anderem lauten: Beteiligung an einer staatsfeindlichen Verbindung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Nötigung, gefährliche Drohung sowie Erpressung und gewerbsmäßiger schwerer Betrug.

Bargeld und Urkunden wurden bei Staatsverweigerer beschlagnahmt

Bargeld und Urkunden wurden bei Staatsverweigerer beschlagnahmt

Bei der großangelegten Polizeiaktion vergangene Woche, wurden auch zahlreiche Waffen und Drogen beschlagnahmt. Laut Staatsanwaltschafts-Sprecher Hansjörg Bacher seien die Waffen aber legal und angemeldet. Es handle sich um Waffen von Jägern. Bei den Drogenfunds spricht die Staatsanwaltschaft Graz von Kleinmengen um 100 Gramm.

Von selbst gebastelten KFZ-Kennzeichen, über Reisepässe (siehe Foto!) bis hin zu verschiedenen Urkunden, wie beispielsweise einer Lebendmeldung, habe der blühende Handel mit diversen Dokumenten floriert, wie man bei der Staatsanwaltschaft Graz ergänzt.

Die verhafteten Männer und Frauen kommen aus allen Bundesländern und sind im Alter von 30 bis 69 Jahren, sagte Hansjörg Bacher am Montag auf APA-Anfrage.

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