Plötzlich stoppten Security Biker im Wald


Eine Anhaltung durch Security auf einem Forstweg mitten im Wald, erlebte Martin Koch vergangenen Samstag auf seinem Leobener Hausberg „Mugl“. Er erzählt: „Ca. 150 Hm unter der Schmollhube springen plötzlich 3 Männer aus dem Jungwald und verlangen meinen Ausweis, denn MTBen sei ja hier verboten. Einer hält das Bike und ein anderer ist kampfbereit. Natürlich habe ich keinen Ausweis dabei. Sie fordern eine Polizeistreife zu meiner Identitätsfeststellung an, obwohl ich ihnen meinen Namen mitteilte. Und die eher belustigten Polizisten kommen nach einiger Zeit an. Naja, mir droht eine Strafe wegen Besitzstörung.“

Der Ort des Geschehens gehöre der Leobener Realgemeinschaft und Rechtsanwalt Michael Augustin argumentiert das rigide Vorgehen mit einem Verbot in diesem Gebiet per Rad unterwegs zu sein. Man habe lange weggesehen, aber der Druck durch Jagdtpächter sei massiv gestiegen.

Dennoch sei es verständlich, wenn diese Vorgehensweise der Leobener Realgemeinschaft den Unmut der dort heimischen Radfahrer beschwört. In Form einer „Trutzpartie“ wolle man nun seitens der Biker Forderungen proklamieren, wie die Veranstalter in einer Aussendung betonen.

Für kommenden Samstag, 8. April 2017, lade man am Leobener Hauptplatz ab 10 Uhr zu einer Kundgebung ein. Treffpunkt sei die Pestsäule. Dann wird Richtung Mugel und „Tatort“ aufgebrochen. Zuerst fahrend, dann schiebend über die Gründe der Leobener Realgemeinschaft. So könne man schön auf die Absurdität der österreichischen Gesetzeslage hinweisen, wie es abschließend heißt.

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